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Debian 7.0 wird Wheezy heißen

3. September 2010 pluvo Keine Kommentare

Das Debian-Release nach Squeeze (Debian 6.0) wird Wheezy (Debian 7.0) heißen. Das wurde heute auf der debian-devel-announce Mailingliste bekannt gegeben. Wie alle Debian-Releasenamen ist auch Wheezy ein Charakter aus den Toy Story Filmen. Er stammt aus dem Film Toy Story 2. Auf IMDB gibt es ein Bild von Wheezy. Schaut nach einem kleinen traurigen Pinguin aus.

Ich kenne Toy Story 1 nur aus dem Fernsehen und Toy Story 2 ist mir noch unbekannt. Vielleicht sollte ich mir den Film doch mal zulegen. :D

Auf Amazon.de gibt es Toy Story 1 und Toy Story 2 als Special Edition zu kaufen. Amazon Partnerprogramm Link:

Schon kurios, dass es nach einem Squeeze Freeze demnächst auch einen Wheezy Freeze geben wird. :)

Na, dann bleibt nur noch zu hoffen, dass Squeeze und Wheezy beide so großartige Debian-Versionen werden wie die aktuelle Version Lenny.

Videos von der FrOSCon 5 online

29. August 2010 pluvo Keine Kommentare

Die Videos von der FrOSCon 5 (2010) sind online. Diese kann man unter froscon.tv (ftp.stw-bonn.de) finden. Weitere Informationen zu den Vorträgen kann man den Programmplänen entnehmen:

Ich habe mir vorhin schon den Vortrag ZFS unter Linux (Video) angeschaut und die Qualität von Video und Audio ist gut.

Danke FrOSCon! :)

Sitcoms für Nerds: The IT Crowd & The Big Bang Theory

27. August 2010 pluvo 2 Kommentare

Ich wollte heute zwei meiner Lieblingsserien mit euch teilen. Bei beiden Serien muss man schon ein echter Nerd sein, um alle Jokes zu verstehen :)

Zum einen wäre da The IT Crowd. In dieser britischen Serie zeigen die beiden Computerfreaks Moss und Roy den wirklichen Alltag mancher IT-Abteilung. Man lernt das Internet kennen und erfährt von dessen Zerbrechlichkeit. Die vierte Staffel gibt es bisher nicht auf DVD. Die ersten drei Staffeln kann man bei Amazon.de kaufen.

Amazon Partnerprogramm Links:

Zum anderen wäre da die Serie The Big Bang Theory. In dieser US-amerikanischen Serie lernen die zwei Physiker Leonard und Sheldon die hübsche Kellnerin Penny kennen. Zwei Welten treffen aufeinander und das Chaos ist vorprogrammiert. Dabei dürfen Comics, Lolcats, Star Trek, Star Wars und WoW nicht fehlen. Besonders Sheldon sorgt für eine unterhaltsame Serie. Ubuntu-Fans wird sicher freuen, dass er die Linux-Distribution Ubuntu bevorzugt. Die gesteigerte Benutzerfreundlichkeit von Windows 7 gegenüber Windows Vista mag er hingegen nicht. Auch die Serie The Big Bang Theory gibt es bei Amazon.de, jedoch fehlt die Staffel 3 noch.

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Noch ein Tipp: Schaut euch The IT Crowd unbedingt auf Englisch an. Bei The Big Bang Theory ist die deutsche Synchronisation ok, aber auch dort ist das englische Original besser. Viel Spaß beim gucken :)

IMAP: Apple Mail, Mozilla Thunderbird und der Host Europe Webmailer

22. August 2010 pluvo Keine Kommentare

Damit Apple Mail, Mozilla Thunderbird und der Webmailer von Host Europe problemlos gemeinsam auf die E-Mails eines E-Mail-Kontos zugreifen können, muss man eigentlich nur die Ordner richtig benennen.

Mit IMAP könnte alles so einfach sein, doch leider benennen viele E-Mail-Clients ihre Ordner unterschiedlich:

Ordner Apple Mail 4.3 Host Europe Webmailer 2.0 (Roundcube 0.4) Mozilla Thunderbird 3.0.6
Entwürfe Drafts Entwuerfe Drafts
Gesendet Sent Messages Gesendet Sent
Werbung Junk Spam Junk
Papierkorb Deleted Messages Papierkorb Trash

Zum Glück kann man das in den E-Mail-Clients anpassen. Jetzt muss man sich nur noch für ein Namensschema entscheiden. Ich nehme das von Mozilla Thunderbird.

Mail-Server Einstellungen

Die richtigen Mail-Server Einstellungen von Host Europe kann man hier erfahren:

Host Europe Webmailer

Am besten passt man zuerst die Ordner-Struktur vom Webmailer an. Die Vorgehensweise lässt sich am einfachsten in Bildern darstellen:

Apple Mail (Mac OS X 10.6 Snow Leopard)

Jetzt kann man Apple Mail einrichten:

Hinweis zu Bild 8: Wenn man die Notizen und Aufgaben nicht lokal speichert, landen diese auf dem IMAP-Server in den Ordnern:

  • Notes
  • Apple Mail To Do

Apple Mail auf dem iPhone 4 (iOS 4.0.2)

Natürlich möchte ich die Mails auch mit dem iPhone abrufen können:

Mozilla Thunderbird (Ubuntu 10.04 LTS Lucid Lynx)

Der Ubuntu-Rechner sollte auch nicht fehlen:

Anhänge mit Thunderbird direkt öffnen und nicht speichern (Ubuntu Lucid Lynx)

25. Juli 2010 pluvo 1 Kommentar

Ich habe mit dem E-Mail-Programm Thunderbird (Version 3.0.5) das Problem, dass ich manche Anhänge nur speichern kann:

Datei speichern

Bei diesen Anhängen fehlt der übliche „Öffnen mit“-Dialog.

Öffnen mit

Also habe ich ein bisschen im Internet recherchiert und bin auf die Ursache des Problems gestoßen. Thunderbird kann keine Anhänge öffnen, die mit dem Content-Type application/octet-stream gekennzeichnet sind. Es liegt nicht an der Datei selbst, sondern am E-Mail-Programm des Absenders. Zum Beispiel verschickt Outlook Express PDF-Dokumente mit dem Content-Type application/octet-stream.

Es gibt dazu auch einen Ubuntu Bug Report:

Diesen Anhang kann Thunderbird nur speichern:

------=_NextPart_000_0028_01CB2C43.A5FA33E0
Content-Type: application/octet-stream;
	name="Test.pdf"
Content-Transfer-Encoding: base64
Content-Disposition: attachment;
	filename="Test.pdf"

Diesen Anhang kann Thunderbird direkt öffnen:

--------------070409070708050301060001
Content-Type: application/pdf;
 name="Test.pdf"
Content-Transfer-Encoding: base64
Content-Disposition: attachment;
 filename="Test.pdf"

Auch wenn man einstellt, dass PDF-Dokumente immer mit dem Dokumentenbetrachter (Evince) geöffnet werden sollen, klappt das nicht bei Anhängen mit dem Content-Type application/octet-stream:

Download Fehler

Um dieses Problem zu umgehen, gibt es eine Erweiterung (Add-On) für Thunderbird:

Mit dieser Erweiterung kann man alle Anhänge direkt öffnen:

Öffnen mit „gnome open”

Das ist zwar keine echte Lösung des Problems, aber als Workaround funktioniert es.

Debian Lenny Installation (Manuelle Partitionierung, LVM, Verschlüsselung)

19. Juli 2010 pluvo 2 Kommentare

In diesem Video wird gezeigt, wie man Debian GNU/Linux 5.0.5 (Lenny) verschlüsselt auf eine Festplatte installiert. Alles bis auf das Verzeichnis /boot wird verschlüsselt.

Der Debian-Installer bietet auch eine automatische Partitionierung mit Verschlüsselung an. Das ganze nennt sich:

  • Partitionsmethode: Geführt – gesamte Platte mit verschlüsseltem LVM

Diese Methode hat aber paar Nachteile:

  • Kein zusätzliches Logical Volume (LV) für das Verzeichnis /home. (Oder andere Verzeichnisse)
  • Verzicht auf Software-RAID

Wer also lieber selbst partitioniert und noch nicht so Recht weiß an welcher Stelle man die Verschlüsselung einbauen muss, kann sich den Ablauf im Video Schritt für Schritt ansehen.

Download: debian-lenny-installation-manuelle-partitionierung-lvm-verschluesselung.ogv (11,4 MB)

Anmerkungen:

  1. Im Video wird die Einstellung “Daten löschen” deaktiviert. Das habe ich nur gemacht, weil die Installation in einer virtuelle Maschine lief.
  2. Ich habe schon vor zwei Jahren eine Screenshot-Anleitung veröffentlicht. Wer lieber diese haben möchte: Archiv (5,6 MB)

BitTorrent-Client Transmission über Web-Oberfläche fernsteuern (Debian Lenny)

18. Juli 2010 pluvo 1 Kommentar

Einleitung

Transmission ist ein BitTorrent-Client für Linux und Mac OS X. Es folgt eine kleine Anleitung, wie man diesen BitTorrent-Client als Server-Dienst einrichtet und über eine Web-Oberfläche steuern kann. Als Betriebssystem für Transmission dient in dieser Anleitung Debian GNU/Linux 5.0.5 (Lenny). Transmission läuft aber genauso gut unter einem Ubuntu.

So wird das Ganze am Ende aussehen:

Mit dieser kleinen Web-Oberfläche kann man seine Torrents ganz einfach verwalten. Ich werde nicht erklären, wie man den TCP-Port (51413) für BitTorrent weiterleitet. Das solltet ihr schon alleine schaffen ;)

Hinweis zu Debian Lenny

Unter Debian Lenny benötigen wir das Paket transmission-daemon aus den Debian Backports.

Exkurs: Debian Backports einrichten

Wir müssen die sources.list editieren:

nano /etc/apt/sources.list

Hinzufügen:

deb http://www.backports.org/debian lenny-backports main contrib non-free

Nun müssen wir noch sicherstellen, dass die Transmission-Pakete aus den Debian Backports genutzt werden:

nano /etc/apt/preferences

Inhalt:

Package: *
Pin: release a=lenny-backports
Pin-Priority: 200

Package: transmission-cli
Pin: release a=lenny-backports
Pin-Priority: 999

Package: transmission-common
Pin: release a=lenny-backports
Pin-Priority: 999

Wer die grafische Version von Transmission installiert hat, sollte das auch noch dazu packen:

Package: transmission-gtk
Pin: release a=lenny-backports
Pin-Priority: 999

(Die Einträge für transmission-daemon und libevent-1.4-2 kann man sich sparen, weil es keine Pakete mit diesem Namen in Lenny gibt. Die sind nur in den Backports verfügbar.)

aptitude update

Diese Warnung kommt als nächstes:

W: GPG error: http://www.backports.org lenny-backports Release: Die folgenden Signaturen konnten nicht überprüft werden, weil ihr öffentlicher Schlüssel nicht verfügbar ist: NO_PUBKEY EA8E8B2116BA136C

Das ist nicht weiter schlimm, wir müssen uns nur den öffentlichen Schlüssel besorgen. Der befindet sich im Debian-Paket debian-backports-keyring. Dieses werden wir installieren:

aptitude install debian-backports-keyring

Und wieder eine Warnung :)

WARNUNG: nichtvertrauenswürdige Versionen der folgenden Pakete werden installiert!

Nichtvertrauenswürdige Pakete können die Sicherheit Ihres Systems gefährden.
Sie sollten nur dann mit der Installation fortfahren, wenn Sie sicher sind, dass
Sie dies wirklich wollen.

debian-backports-keyring

Wollen Sie diese Warnung ignorieren und trotzdem weitermachen?
Geben Sie zum Weitermachen »Ja«, zum Abbrechen »Nein« ein:

Na klar wollen wir weitermachen: Ja eintippen und mit ENTER bestätigen.

System aktualisieren:

aptitude update && aptitude full-upgrade

Die Debian Backports sind jetzt fertig eingerichtet.

Installation von Transmission

Als nächstes installieren wir den Server-Dienst für Transmission. Das passende Debian-Paket heißt transmission-daemon:

aptitude install transmission-daemon

Direkt nach der Installation kann man lokal auf Transmission zugreifen:

Den Benutzernamen und das zugehörige Passwort kann man auch sofort in der URL unterbringen:

Da wir aber Transmission von außerhalb steuern möchten, müssen wir die Konfiguration anpassen.

Meine Netzkonfiguration:

  • Anubis: 192.168.178.10 (Auf diesem Rechner läuft Transmission)
  • Osiris: 192.168.178.15 (Von diesem Rechner wollen wir auf Transmission zugreifen)

Konfiguration

Der Dienst muss vor dem Editieren der Konfiguration gestoppt werden:

/etc/init.d/transmission-daemon stop

Die Begründung steht in der Datei /etc/transmission-daemon/README.json:

Currently transmission overwrites the settings.json configuration file
on exit. This means any changes made manually to the file while
transmission’s running will be silently ignored.

This is a know problem being currently worked on and it’s reported here:

http://bugs.debian.org/539936

Konfiguration editieren:

nano /etc/transmission-daemon/settings.json

Damit wir über einen anderen PC auf die Web-Oberfläche zugreifen können, müssen wir dessen IP-Adresse in die “rpc-whitelist” eintragen.

Original (Ausschnitt):

    "rpc-whitelist": "127.0.0.1",

Meine Änderung (Ausschnitt):

    "rpc-whitelist": "127.0.0.1,192.168.178.15",

Das war es schon. Abspeichern und die Datei schließen. Danach kann man den Dienst wieder starten:

/etc/init.d/transmission-daemon start

Nun kann man von dem Rechner Osiris mit der IP-Adresse 192.168.178.15 auf das Web-Interface von Transmission zugreifen:

Tipp: Wenn das ganze Netzwerk Zugriff haben soll:

    "rpc-whitelist": "127.0.0.1,192.168.178.*",

Weitere interessante Konfigurationsmöglichkeiten:

  • Download-Verzeichnis ändern:

        "download-dir": "\/srv\/transmission", 

    Das Verzeichnis muss natürlich auch vorher angelegt werden:

    mkdir /srv/transmission
    chown -R debian-transmission:debian-transmission /srv/transmission
    chmod 775 /srv/transmission
    
  • BitTorrent-Port anpassen:

        "peer-port": 55555, 
  • Die Upload-Geschwindigkeit auf 50 KB/s begrenzen:

        "speed-limit-up": 50, 

    Und das muss noch aktiviert werden:

        "speed-limit-up-enabled": true, 
  • Dateirechte für die Downloads anpassen:

    • Die Dezimalzahl “18″ entspricht der Oktalzahl “22″. Damit hat die Datei folgende Zugriffsrechte: “-rw-r–r–”.

          "umask": 18, 
    • Die Dezimalzahl “2″ entspricht der Oktalzahl “2″. Damit hat die Datei folgende Zugriffsrechte: “-rw-rw-r–”.

          "umask": 2, 
    • Die Dezimalzahl “0″ entspricht der Oktalzahl “0″. Damit hat die Datei folgende Zugriffsrechte: “-rw-rw-rw-”.

          "umask": 0, 
  • Benutzername für die Web-Oberfläche ändern:

        "rpc-username": "pluvo", 
  • Passwort für die Web-Oberfläche ändern:

        "rpc-password": "geheim", 

    Sobald Transmission das nächste Mal die settings.json neu schreibt wird das Passwort durch einen Hash ersetzt.

  • Nur BitTorrent-Peers mit Verschlüsselung berücksichtigen:

        "encryption": 2, 

Immer dran denken: Vor dem Editieren der Konfiguration muss der Dienst transmission-daemon beendet werden! Einige Konfigurationseinstellungen lassen sich aber auch bequem über die Web-Oberfläche vornehmen.

Weitere Informationen zum Download-Verzeichnis

Die Downloads von Transmission werden unter dem Verzeichnis /var/lib/transmission-daemon/downloads/ gespeichert. Die Downloads gehören dem Benutzer debian-transmission. Dieser Benutzer wurde bei der Installation des Debian-Paketes transmission-daemon angelegt und mit diesem läuft auch der Dienst transmission-daemon. Die Downloads lassen sich bequem per Web-Oberfläche hinzufügen und auch wieder entfernen.

Die übrigen Benutzer auf dem Rechner können lesend auf das Verzeichnis /var/lib/transmission-daemon/downloads/ zugreifen. Man könnte dieses Verzeichnis zum Beispiel im Netzwerk freigeben. (SAMBA, NFS, FTP, HTTP, …)

Wer mit seinem normalen Benutzer auf dieses Verzeichnis zugreifen will, um Dateien zu löschen muss zwei Dinge beachten:

  1. Der Benutzer muss Mitglied der Gruppe debian-transmission sein. So fügt man den Benutzer pluvo zur Gruppe debian-transmission hinzu:

    adduser pluvo debian-transmission
  2. Der Download-Ordner muss die Zugriffsrechte 775 besitzen:

    chmod 775 /var/lib/transmission-daemon/downloads/
    

    Bei dem Default-Ordner /var/lib/transmission-daemon/downloads/ sind schon die richtigen Rechte gesetzt.

(Es gibt zwar auch eine Möglichkeit ohne Gruppenzugehörigkeit, aber diese Methode finde ich besser. Sonst kann jeder Benutzer dort schreiben und löschen.)

Schluss

Hier sind noch zwei Torrents:

  1. debian-505-amd64-netinst.iso.torrent
  2. debian-505-i386-netinst.iso.torrent

Viel Spaß mit Transmission! :)

Hallo Welt!

15. Juli 2010 pluvo 1 Kommentar

Willkommen auf kaoso.org. Hier entsteht mein erster Blog. Bisher lese ich nur Blogs und dachte mir, dass ich das auch mal ausprobiere. Ich werde demnächst Artikel über Debian, Ubuntu und Mac OS X veröffentlichen.

Vielleicht ist für den ein oder anderen etwas dabei. Ich freue mich auf eure Kommentare :)

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